Buch-Nr. 20 aus der Kategorie »Mensur und Duell«

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"An einer brauchbaren Anleitung für die Behandlung von Mensurverletzungen hat es bisher gefehlt", schrieb Prof. Georg Magnus zur ersten Auflage 1926, doch "mein Assistent Dr. Purrucker hat sich dieser Aufgabe unterzogen. Er hat sie gut und geschickt gelöst."

Konrad Purrucker

Die Chirurgie des Mensurbodens

Wenn der Schmiß „verbuttert“ und sich „aus einer Abzeßhöhle gelber Eiter entleert“, dann besteht offensichtlich ein Problem mit der Asepsis.
Die aber war 1926, als das Buch erschien, noch nicht überall selbst-verständlich. Und so hat es durchaus seine Berechtigung, wenn der Verfasser immer wieder auf die Notwendigkeit einer sterilen Arbeit, ja sogar des Händewaschens hinweist.
Ansonsten aber ist man nicht kleinlich: „Eine kleine spritzende Arterie“ ist kein Grund zum Abführen, „da ja der Hauptstamm während der Partie von der Brille abgedeckt ist.“ Auch „nicht ganz abgeschlagene Zähne“, wenngleich Purrucker den daraus resultierenden „starken psychischen Chok“ einräumt. Die Überführung in ein Krankenhaus sollte der Paukarzt „nach Möglichkeit vermeiden“, nicht nur wegen der „oft erheblichen Kosten“, sondern auch, „weil der Laie darin immer einen Beweis für die Lebensgefahr der Mensur sieht. Lediglich bei „Substanzverlust der Nase“ empfiehlt Purrucker die Klinik.
Auch das Präparieren des Schmisses mit allerlei Substanzen, „eine eitle und leichtsinnige Methode“, wird behandelt. Purrucker rät heftig davon ab und empfiehlt statt dessen eine weitere Partie, um endlich den „ersehnten Durchzieher“ zu erhalten – damals der sichtbare Ausweis des Akademikertums.
So ist dieser Neudruck nicht nur für den heutigen Waffenstudenten interessant und ein ideales Geschenk für Unparteiische, Sekundanten, Paukärzte etc. sowie für medizinisch gebildete Alte Herren, sondern auch ein Stück kulturgeschichtliches Kuriosum aus einer gar nicht so lange zurückliegenden Zeit.