Buch-Nr. 238 aus der Kategorie »Sachbücher und Nachschlagewerke«

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Allgemeines Vademecum

 

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Die sudetendeutschen Studentenverbindungen

 

Erinnerungen eines Göttinger Studenten

 

Frankonia Bonn 1845 - 1995

 

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Georg Zaeschmar

 

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Heidelberger Studentenleben zu Anfang des 19. Jahrhunderts

 

Heinrich Beer

 

Hermann Wollheim

 

Hohenzollern als Corpsstudenten in Bonn

 

Idiotikon der Burschensprache

 

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Korporationsleben in Königsberg

 

Korporierte im amerikanischen Bürgerkrieg

 

Landsmannschaften und Turnerschaften im Coburger Convent

 

Otto Julius Bierbaum

 

Paritätische Studentenverbindungen und Verbände

 

Prager Farben

 

Professoren und Studenten in Göttingen

 

Prosit Blume!

 

Richard Wagner als Student in Leipzig

 

Sie fechten gut, sie trinken gut

 

Student in Aachen 1870-1920

 

Studentenleben im 17. Jahrhundert

 

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Studentenverbindungen in Chile

 

Studentenverbindungen in Danzig

 

Studentenverbindungen in der DDR

 

Studentikoses Conversationslexikon

 

The Student Life at Jena

 

The Student Life of Germany - Corps und Burschenschaften aus der Sicht eines Engländers

 

Walter Bloem

 

Züge und Zustände aus dem Erlanger Studentenleben

 

Zur Geschichte des Königsberger Studententums 1900-1945

Ende der 1850er Jahre reiste Henry Mayhew, damals durch seine Armutsreportagen London Labour and the London Poor (1851) sowie als Gründer und Herausgeber der satirischen Zeitschrift Punch in aller Munde, durch Deutschland. Insbesondere die thüringischen Kleinstaaten "Saxe-Weimar, Saxe-Meiningen and Saxe-Coburg-Gotha in the vicinity of Saxe-Everywhere" fanden sein Interesse – putzige, politisch unbedeutende Fürstentümer, doch als Wiege der Reformation, als Herkunftsland namhafter Gelehrter und nicht zuletzt auch durch verwandtschaftliche Beziehungen zum britischen Königshaus in seiner Heimat durchaus bekannt.

Henry Mayhew

The Student Life at Jena

Damit rückte automatisch auch das deutsche Studentenleben in den Focus – unterschied es sich doch durch seine akademische Freiheit deutlich vom englischen. Vor allem aber fanden die Korporationen, die es in dieser Form sonst nirgendwo auf der Welt gab, großes Interesse, und zahlreiche Reiseberichte, zu dieser Zeit ein äußerst populäres Genre, beschäftigen sich mit ihnen, ihren Trinksitten und ihren Mensuren. Mayhew verfaßte seinen Bericht in einer Zeit der Restauration und Resignation nach den Hoffnungen der Revolution von 1848. Entsprechend fällt sein Urteil über die politischen und sozialen Verhältnisse in Deutschland aus, wobei er passagenweise in die typische abwertende Rhetorik des viktorianischen Engländers über alles "kontinentale" verfällt. So kritisiert er nicht nur den – verglichen mit London, der Metropole eines Weltreiches – ärmlichen Zustand der thüringischen Städte, sondern auch die in seinen Augen übermäßige Neigung der Deutschen zu Bier und Kartenspiel, ihre Sentimentalität und ihren mangelnden Patriotismus.