Buch-Nr. 287 aus der Kategorie »Edition Jera«

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Kater-Thesen

 

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Lalage

 

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O Alte Burschenherrlichkeit

 

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Ohne Frieden

 

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Seelenheimweh

 

Siebzig Semester

 

Sind wir nicht zur Herrlichkeit geboren?

 

Student sein

 

Studenten-Witze, von fidelen teutschen Musensöhnen gerissen

 

Studentenfahrten

 

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Studentenleben

 

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Verlorene Ehre

 

Vivat Academia!

 

Vivat Academia!

 

Vom krassen Fuchsen zum Consenior

 

Von drei Universitäten

 

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Vorbei

 

Vorfrühling

 

Walter König Nassoviae

 

Wingolf

Richard Johannsen

Der Couleurhund

In der Hochblüte des Korporationswesens, also im 19. Jahrhundert bis in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, als der Verbindungsstudent, zumal der farbentragende und „schlagende“, gesellschaftliche Maßstäbe setzte und eine in der gehobenen wie in der Trivialliteratur beliebte und weitverbreitete Figur war, gehörte zu einer wahrhaft noblen Korporation neben dem eigenen, möglichst prunkvollen Haus und dem Couleurdiener selbstverständlich auch der Couleurhund. Ob im Besitz eines Einzelnen oder als Eigentum der ganzen Verbinddung – er war Begleiter, Zechgenosse, ggf. auch Beschützer und vor allem als „Renommierhund“ ein bewährtes Mittel zur standesgemäßen Repräsentation. Er hielt seinem Herrn mahnende Gläubiger vom Leibe, erheiterte ihn mitfühlend in trüben Stunden und unterhielt ihn oder die ganze Corona durch allerlei Kunststücke.
Entsprechend der Neigung zur Repräsentation wurden eindrucksvolle, große Rassen bevorzugt: Neufundländer, Bernhardiner, Leonberger und vor allem, nach dem Vorbild des Reichskanzlers bzw. Altreichkanzlers, Dänische oder Ulmer Doggen, für die sich der Name „Bismarckdoggen“ einbürgerte. Auch Pudel kamen gelegentlich in die nähere Auswahl, da man sie leicht dressieren konnte.
Oft wurde nicht nur e i n Couleurhund gehalten, sondern derer mehrere; das Corps Vandalia Heidelberg brachte es zweitweise auf eine stattliche Meute von elf; Franconia Tübingen immerhin auf acht.
In einem erstaunlichen Gegensatz zu der Bedeutung des Couleurhundes stehen die sparsamen literarischen Quellen. Verbindungschroniken, die sonst in großer Detailfreudigkeit jede Einzelheit der 50-, 100- oder 150-jährigen Historie ausbreiten, ist er – von wenigen Ausnahmen8 abgesehen – keine Erwähnung wert, und auch die Belletristik hält sich zurück.
So liegt die Aufgabe dieses Buches auch darin, durch die vorliegende Sammlung von 40 Zeugnissen dokumentarischer und belletristischer Art dem Begleiter zahlloser Aktiven-Generationen ein Denkmal zu setzen.