Buch-Nr. 29 aus der Kategorie »Mensur und Duell«

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Neben zahlreichen strafrechtlichen Doktorarbeiten zu den Themen „Mensur“ und „Zweikampf“ gibt es auch einige wenige zivilrechtliche Dissertationen.

Peter Hauser (Hrsg.)

Dissertationen zur Mensur - Band IV

Die in diesem Band der Reihe Dissertationen zur Mensur wiedergegebenen Abhandlungen beschäftigen sich mit Schadensersatz- und anderen Zivilansprüchen bei Körperverletzung und Tötung im Zweikampf.
Beide Autoren scheinen sich im Mensur- und Duellwesen auszukennen, schreiben also nicht als reine Theoretiker. Daß Max Gröber Waffenstudent war, kann man nur vermuten. Hingegen steht fest, daß der 1933 verstorbene Ernst von Alten beim Corps Palaiomarchia Halle aktiv (rez. 1904) und später Beamter beim Landesfinanzamt Braunschweig war. (KCL 1960, 55 Nr. 337)
In ihren Dissertationen gehen die Verfasser der Frage nach, unter welchen Voraussetzungen Duellanten und ihren Angehörigen Schadensersatz und Schmerzensgeldansprüche zustehen. Sie legen dar, daß die gemeinrechtliche Parömie „Volentia non fit iniuria“ – „Dem (in das Duell oder die Mensur) Einwilligenden geschieht kein Unrecht“, unter gewissen Umständen Zivilforderungen nicht von vornherein ausschloß. Ihre Praktische Bedeutung dürfte jedoch eher gering gewesen sein, denn eine zivilrechtliche Klage widersprach dem Kavaliersstandpunkt der Duellanten ebenso wie ein Strafprozeß um die verletzte Ehre.
Max Gröber: Die Schadensersatzansprüche bei Körperverletzung und Tötung im Zweikampf. Erlangen 1906
Ernst von Alten: Die zivilrechtlichen Ansprüche aus durch Zweikampf entstandenen Verletzungen. Rostock 1911