Buch-Nr. 64 aus der Kategorie »weitere Studentika«

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Natürlich ist „O alte Burschenherrlichkeit“ in diesem Liederbuch enthalten, auch „Studio auf einer Reis“. Und selbstverständlich „Gaude-amus igitur“ – dieses sogar zweimal: einmal im lateinischen Original, und einmal als in einer hebräischen Übersetzung.

Kurt U. Bertrams (Hg.)

Jüdisches Vereins-Liederbuch

Als sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts nationaljüdische Studentenverbindungen gründeten, entstand auch das Bedürfnis nach eigenem Liedgut. Und so wurden – teilweise von prominenten Zionisten wie Heinrich Loewe, Israel Auerbach und Theodor Zlocisti – eine Reihe von Liedern geschrieben, die teilweise zu bekannten deutschen Weisen gesungen wurden, teilweise aber auch eigene Melodien hatten. Natürlich war es dann nicht der Rhein, der hier gepriesen wurde, sondern der Jordan, und auch nicht das „schwarz-braune Bier“, sondern der „Wein von Jeruscholajim“. Insgesamt 170 Lieder sind hier gesammelt: 140 in deutscher Sprache, 8 auf Jiddisch („Die Sunn ist oifgegangen“), 19 auf Hebräisch und 3, da das Liederbuch auch in Österreich-Ungarn vertrieben wurde, auf Ungarisch. In ihnen äußert sich die Sehnsucht nach Erez-Israel, nach dem eigenen (für die meisten der Sänger vollkommen unbekannten) Heimatland, der Schmerz über die jahrhundertelange Unterdrückung und der Stolz auf die streitbaren, als Vorbild gesehenen Makkabäer. Man findet die Farben- und Bundeslieder zahlreicher jüdischer Verbindungen wie Kadimah, Ivria und Unitas Wien oder Hasmonäa, Bar Kochba und VJSt. Berlin ebenso wie die Lieder der jüdischen Turnvereine in Prag, Iglau oder Bielitz-Biala. Und da die Studenten bei aller Sehnsucht nach Zion doch loyale Staatsbürger waren, fehlt auch nicht die Hymne auf den deutschen Kaiser, „Heil Dir im Siegerkranz“.

Faksimile der 3. Ausgabe von 1911