Buch-Nr. 67 aus der Kategorie »Mensur und Duell«

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Deutsche Stoßfechtschule

 

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Dissertationen zur Mensur - Band I

 

Dissertationen zur Mensur - Band II

 

Dissertationen zur Mensur - Band IV

 

Dissertationen zur Mensur - Band V

 

Dissertationen zur Mensur - Band VI

 

Dissertationen zur Mensur - Band VII

 

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Zweikampfregeln für den Offizier

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sind diverse Lehrschriften über das akademische Fechten erschienen. Ab etwa 1880 nahm die Zahl der Mensuren gegenüber früher stark zu, und für die fechterische Ausbildung blieb weniger Zeit. Gleichzeitig trat das kunstvolle Fechten mit sorgfältig geführten Attacken und Paraden in den Hintergrund.

Adolf Meyer

Neue Schule des kommentmäßigen akademischen Schlägerfechtens

Bei der Mensurbeurteilung spielte forsches Drauflosschlagen, die möglichst unbewegliche Haltung und das regungslose Hinnehmen von Hieben die entscheidende Rolle. Das fechterische Niveau hatte arg gelitten. Das brachte 1884 auf Anregung des Göttinger Fechtmeisters Robert Grünenklee die Fechtmeister zahlreicher Hochschulen dazu, Maßnahmen zur Hebung des allgemeinen Fechtniveaus zu diskutieren und sich zusammenzuschließen. Dazu gehörte auch ein geeignetes Lehrmittel, eine verbindliche Fechtschule. Es gab zwar damals schon Lehrschriften über das studentische Fechten, wie etwa die „Anweisung zur Fechtkunst auf Hiebe in verhängter und steiler Auslage“ des Freiburger Universitätsfechtmeisters Johann Baptist Escher aus dem Jahre 1833 und das „Deutsche Paukbuch“ des Fechtmeisters an der Universität zu Jena, F.A.W.L. Roux von 1857 (2. Auflage 1867). Diese Werke waren jedoch veraltet. 1885 kamen zwei neue Lehrbücher heraus, und zwar das vom Leipziger Universitätsfechtmeister Ludwig Caesar Roux, dem Sohn von F.A.W.L. Roux, verfaßte „Die Hiebfechtkunst, Eine Anleitung zum Lehren und Erlernen des Hiebfechtens aus der verhangenen und steilen Auslage mit Berücksichtigung des akad. Comments“ und aus der Feder des Heidelberger Fechtlehrers Friedrich Schulze „Die Fechtkunst mit dem Haurapier.“ Ein Novum im Büchlein Meyers sind aber die in den Text eingestreuten „Methodischen Bemerkungen“, die sowohl für den Lehrer als auch den Schüler sehr wertvoll sind. Das klar aufgebaute und leicht lesbare Werk kann und sollte daher heute noch im Fechtunterricht zu Rate gezogen werden. Leider ist es antiquarisch nur sehr schwer zu bekommen. Jetzt ist es als Neudruck und wohlfeil wieder greifbar.