Buch-Nr. 1 aus der Kategorie »Biographien und Erinnerungen«

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Walter von Molo studierte ab 1898 an der Technischen Hochschule Wien Maschinenbau und Elektrotechnik. Im selben Jahr wurde er bei der Burschenschaft Vandalia aktiv. Nach der 2. Staatsprüfung arbeitete er als Prüffeldingenieur, danach als Beamter in der Patentabteilung des Ministeriums für Öffentliche Arbeiten.
Walter von Molo
Als ich die bunte Mütze trug
Studenten-Erinnerungen
Seit 1904 schrieb er Erzählungen und Romane, die sich mit seiner Stundentenzeit als Burschenschafter sowie mit sozialen und gesellschaftlichen Fragen beschäftigen. Spätestens seit 1908 literarisch anerkannt, arbeitete er ab 1913 nur noch als freier Schriftsteller.
Mit Hilfe des mit ihm befreundeten Gustav Stresemann erlangte Molo 1920 die deutsche Staatsangehörigkeit. In Reden und Schriften engagierte er sich leidenschaftlich für die Weimarer Republik gegen Radikalismus und Antisemitismus. Aktiv in Berufsverbänden tätig, wirkte er u. a. als langjähriger Vorsitzender des Schutzverbandes der deutschen Schriftsteller und des Bühnenschriftstellerverbandes. Er begründete 1919 die deutsche Gruppe des Internationalen PEN-Zentrums mit und war 1928-30 Präsident der Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste
Nach 1933 verstärkten sich die Angriffe der NS-Presse gegen Molo. Als "abservierte Systemgröße, "Judenfreund" und "Pazifist" erhielt er Rundfunkverbot. Seine Bücher waren nicht mehr "herausstellungswürdig" und fanden nur schwer Verleger. Molo, der in den Zwanzigerjahren zu den produktivsten und meistgelesen Schriftstellern gehörte, veröffentlichte nach 1933 nur noch wenig.
1945 richtete er an Thomas Mann einen offenen Brief in der Münchener Zeitung mit der Bitte, sich am deutschen Wiederaufbau zu beteiligen. Mann ("I am an american citizen") veröffentliche daraufhin in der "Augsburger Allgemeinen" den Aufsatz "Warum ich nicht nach Deutschland zurückgehe" und gab damit der Debatte um die sogenannte "innere Emigration" neuen Zündstoff
In dem vorliegenden Band erinnert er sich an seine Aktivenzeit. Faksimile der 1913 erschienenen Ausgabe (in Frakturschrift).