Buch-Nr. 317 aus der Kategorie »Biographien und Erinnerungen«

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Tripper, Jeu, Mensuren
Das Tagebuch des Corpsstudenten Negruzzi
Ende 1861 begann der rumänische Jura-Student Negruzzi mit einem Tagebuch, welches er bis Anfang 1864 in deutscher Sprache führte. Schonungslos gegenüber sich und anderen schildert er das Berliner Gesellschaftsleben mit seinen Festlichkeiten, Opern und Schauspielen, aber auch die allgegenwärtige Prostitution, die verbreitete Spielsucht unter seinen Kommilitonen und die daraus resultierenden Geldschulden. Ausführlich läßt er sich über seine laufenden Geschlechtskrankheiten und deren Behandlungen aus, und nicht zuletzt berichtet er über das Corpsleben, über die Kneipen mit ihren Auswüchsen, über Stiftungsfeste und über seine 20. (!) Mensur, die ihm mehrwöchige Karzerhaft eintrug.
Alles in allem ein Sittengemälde, wie es authentischer kaum sein kann.

Iacob Negruzzi wurde 1842 als Sohn eines rumänischen Bojaren in Jassy geboren und kam 1852 nach Berlin. Er besuchte dort das Gymnasium, begann 1859 mit dem Studium und trat dem Corp Neoborussia bei. Nach seiner Rückkehr nach Rumänien wurde der Professor für Wirtschaftsrecht und ein gefeierter Dichter und Kulturfunktionär. Er starb 1932 in Bukarest.